Unternehmen \ News \  Sanierungsoffensive
Kleine SchriftMittlere SchriftGroße SchriftDruckenLesezeichenWeiterempfehlen

Sanierungsoffensive

„Energie-Ersparnis bis zu 70 Prozent“

Mit ebenso viel Freude wie anerkennendem Interesse verfolgt man bei der GGW die Bemühungen der Landespolitik, dem Sanierungsgedanken erhöhte Popularität zu verleihen.

In diesem Sinne versteht sich auch die Sanierungsoffensive von Wohnbaulandesrat Johann Seitinger, der jetzt ein durchaus attraktives Sanierungsmodell auf die Beine gestellt hat. Seitinger: „Die Sanierungsoffensive mit dem Titel ‚Minus 70 Prozent’ ist einerseits ein großer Beitrag für den Klimaschutz und andererseits ein enormer Impuls für die Bauwirtschaft. Und wir senken damit nachhaltig die Betriebskosten für Steirerinnen und Steirer.“ Dazu GGW-Obmann Alois Samer: „Das ist ein absolut vernünftiges Unterfangen, aber wir als GGW haben die meisten unserer Hausaufgaben diesbezüglich schon erledigt.“

Seitingers Lebensressort unterstützt Sanierungsprojekte mit Förderungen für Wohnungs- bzw. Hauseigentümer und Mieter, bis 2015 soll in der Steiermark die thermische Sanierung von 70.000 Wohneinheiten mit einem Investitionsvolumen von 1,1 Milliarden Euro umgesetzt werden. Das würde, so der Landesrat, rund 8.000 sanierte Wohnungen jährlich bedeuten und zusätzlich 14.000 Arbeitsplätze bringen.

Um dieses Ziel zu ereichen hat Landesrat Johann Seitinger auch die Gemeinnützigen Wohnbauträger ins Boot geholt. Seit dem Jahre 2005 wurden im sozialen Wohnbau um 350 Millionen Euro rund 17.300 Wohnungen und Eigenheime saniert. Aus dem Ressort von Landesrat Seitinger wurde dafür eine Gesamtfördersumme von 225 Millionen Euro aufgebracht.
In besonderem Maße ist der Wohnbau derzeit von den Themen Rohstoffressourcen, Kyotoziele und Nachhaltigkeit betroffen. Angesichts steigender Preise und wachsenden Umwelt- und Kostenbewusstseins ortet Wohnbau-Landesrat Johann Seitinger erhöhten Bedarf sowie eine verstärkte Bereitschaft zur Sanierung von Wohnungen: „Wer jetzt saniert, hat später mehr Geld im Säckel!“ „Da sind wir“, betont GGW-Obmann Alois Samer, „mit dem Herrn Landesrat vollkommen einer Meinung und haben aus diesem Grunde schon mit Sanierungen begonnen, als Heizöl nicht einmal die Hälfte von jetzt gekostet hat. Und vielfach hat man uns damals auch freundlich-mild belächelt.“
Was Energiesparmaßnahmen betrifft, hat die GGW nicht nur ihre Hausaufgaben gemacht, sondern ganz wesentliche Kapitel in der Chronik des Sparens verfasst. Eindrucksvolle jüngste Beispiele sind die Sanierungen in der Grazer Algersdorferstraße 61 bis 63a und in der Wohnanlage Augasse 84 bis 86. Bei der erstgenannten Anlage wurde noch vor der Fassadensanierung die alte, reparaturbedürftige Ölzentralheizung gegen eine moderne Gasheizung mit Brennwerttechnik ausgetauscht. Anschließend wurde die Fassade mit einer Wärmedämmung aus Steinwolle versehen, 20 Zentimeter Dachbodendämmung sowie 7,5 Zentimeter starke Dämmplatten an der Kellerdecke vollendeten die „Rundum-Isolierung“ dieser Wohnhäuser. Ähnlich die Sanierungen in der Augasse – auch dort Fassadenisolierung mit 14 Zentimeter starker Steinwolle und anstelle der alten mit Holz, Kohle oder Öl befeuerten  Einzelöfen werden jetzt nahezu alle Wohnungen mit umweltfreundlicher Fernwärme beheizt. Loggien wurden verglast und auf diese Weise eine energiesparende Pufferzone zwischen „kalter Außenwelt“ und geheiztem Wohnbereich geschaffen.
Als zuständig für diese beiden großangelegten Sanierungsvorhaben zeichnete GGW-Mitarbeiter Ing. Gerhard Nopp, er leitete diese Projekte, durch deren Umsetzung die Energiekennzahlen auf ein Drittel der ursprünglichen Werte reduziert werden konnten. Der Wärmebedarf liegt nunmehr zwischen 30 und 40 Kilowatt pro Quadratmeter und Jahr – Zahlen, die sich auch in dem nunmehr obligatorisch vorgeschriebenen Energieausweis bemerkbar machen.
Begonnen haben diese Sanierungsaktionen schon vor langem, wir erinnern an die Contracting-Maßnahmen in der Laudon- und Daungasse, an die beispielgebenden Heizungsumstellungen in der Trondheimgasse, der Maßnahmenkatalog ließ sich beliebig fortsetzen. GGW-Obmann Alois Samer: „Die GGW wird sich auch in Zukunft bemühen und sich dafür einsetzen, bei älteren Hausbeständen einen zeitgemäßen Wohnkomfort herbeizuführen.“
Aber sogar der Ortsbildschutz hat nunmehr das Thema Energiesparen und Sanieren aufgegriffen. Beim letzten Steirischen Ortsbildtag in Markt Hartmannsdorf (Bezirk Weiz), der von Umwelt-Landesrat Ing. Manfred Wegscheider eröffnet worden war, hatte man sich auf einen Kompromiss zwischen Ortsbildschutz, Denkmalschutz und Energiesparmaßnahmen eingeschworen. Landesrat Manfred Wegscheider zusammenfassend: „Schwankende Erdölpreise und globaler Klimawandel haben die Bedeutung der Nutzung von alternativen Energiequellen, aber auch der thermischen Sanierung immens gesteigert. Doch viele Lebensbereiche müssen sich an diese Entwicklung erst anpassen. Das betrifft auch den Ortsbildschutz, bei dem sich die Frage stellt, wie er sich mit der neuen Baukultur vereinbaren lässt. Der Erfahrungsaustausch beim Ortsbildtag, fachliche Diskussionen zu dieser Herausforderung und ein Miteinander stärken alle Beteiligten in ihren Vorhaben und haben als gemeinsames großes Ziel die Verbesserung der Lebensqualität unserer Menschen"


Auskünfte zu Förderungsmöglichkeiten unter:

Adresse:
Dietrichsteinplatz 15
8011 Graz

Telefon:
(0316) 877+DW
Informationsstelle im Erdgeschoss:
DW 3713 bzw. 3769

Öffnungszeiten der Informationsstelle:
Mo-Do 8-16 Uhr, Fr 8-13 Uhr
Sie erreichen die BearbeiterInnen:
Di-Fr 8.30 -12.30 Uhr

Aktuelle Projekte

Hier finden Sie eine kurze Übersicht unserer aktuellen Wohnprojekte:
 
Grottenhofstraße 2.BA